Gertrud Jaklin

Gertrud Hildegard Jaklin (* 6. April 1916 in Wien als Gertrud Hildegard Sollinger; † 9. Dezember 1998 ebenda) war eine österreichische Juristin und Richterin. Jaklin war gemeinsam mit Johanna Kundmann im Jahr 1947 eine der beiden ersten Frauen, die in Österreich zur Richterin ernannt wurden.[1]

Herkunft, Ausbildung und Privatleben

Gertrud Jaklin wurde am 6. April 1916 als Tochter des aus Krakau stammenden technischen Beamten Franz Sollinger und dessen aus Budapest stammender Frau Walburga (geb. Richter) in Wien geboren. Sie besuchte das humanistische Seipel-Gymnasium (das heutige GRG Wien XII Rosasgasse) im 12. Wiener Gemeindebezirk Meidling, wo sie am 1. Oktober 1936 die Reifeprüfung ablegte. Anschließend daran nahm sie im Jahr 1937 das Studium der Rechtswissenschaften an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien auf. Am 17. Juli 1942 wurde sie zum Doktor der Rechte promoviert, am 26. Mai 1944 legte sie nach reichsdeutschem Recht die Große Staatsprüfung ab.[1]

Gertrud Jaklin heiratete im Jahr 1952 den 1915 geborenen Sonderschullehrer G. Friedrich Jaklin. Ob das Paar Kinder bekam, ist nicht bekannt.[1]